Mahnwache und Kundgebung für Ibrahima Barry | 24.06.26

Am 24.06. beginnt der Prozess gegen die 9 Polizistinnen, die an dem Einsatz beteiligt waren, bei dem Ibrahima gestorben ist. Die Polizistinnen werden wegen „gefährlicher Körperverletzung ohne Todesfolge“ angeklagt, obwohl Ibrahima an dem Tag 2 Mal getasert wurde, entmenschlichend fixiert wurde und am dem Abend des 06.01.24 vor Ort gestorben ist. Die offizielle Todesursache lautet „lagebedingtes Erstickungstod in Kombination mit einem Herzinfarkt“. Wie kann es sein, dass es jetzt schon die Polizistinnen aus der Verantwortung für den Todes von Ibrahima herausgezogen werden? Diese Anklage sowie der ganze Prozess bis zur Anklageerhebung war und ist respektlos gegenüber der Familie Barry. Ihr Sohn und Bruder ist tot und jetzt werden die Polizistinnen nicht für den Tod von Ibrahima verantwortlich gemacht. Ibrahima wurde der Atem abgeschnitten, er wurde in eine tödliche Lage gebracht, so wie im Fall von George Floyd. Fixierungen in Bauchlage am Boden sind tödlich, es muss jetzt endlich anerkannt werden.

Die Familie Barry bereitet sich auf die Teilnahme am Gerichtsprozess vor. Sie wollen aus Guinea anreisen, um als Nebenkläger präsent zu sein. Zeig dich solidarisch mit der Familie Barry, komm und gedenk mit uns Ibrahima. Im Gerichtsaal oder vor dem Gericht.

Es wird erst eine Mahnwache ab 9 Uhr vor dem Landgericht Duisburg geben, während der Prozess drinnen anfängt. Ab 17 Uhr gibt es eine Kundgebung auf dem König-Heinrich-Platz, auch in Duisburg.

Komm nach Duisburg. Für die Familie Barry. Für Ibrahima. Für alle anderen Opfer von rassistischer, tödlicher Polizeigewalt. Kein Vergeben, kein Vergessen.