Justice for Ibrahima



“Die Liebe einer Mutter stirbt nie” – Fatoumata Binta Diallo, Ibrahimas Mutter
“Ibrahima Barry war aus irgendwo” – Harouna Barry, Ibrahimas Vater
“Mein Bruder war alles für mich” – Dardaye Barry, Ibrahimas Schwester
Ibrahima Barry ist in Guinea geboren. Als Jugendlicher ist Ibrahima auf der Suche nach einem sicheren Leben nach Deutschland gekommen. Er hat einen Asylantrag gestellt, der abgelehnt wurde. Ibrahima hat lange, wie viele andere geflüchtete Menschen in diesem Land, versucht, eine Arbeitserlaubnis zu bekommen, die ihm immer wieder verweigert wurde. Seine bereits prekäre Situation durch den unsicheren Aufenthaltsstatus und die Fluchterfahrung wurde dadurch noch prekärer gemacht. Er wurde letztendlich psychisch krank gemacht. Am 06. Januar 2024 befand sich Ibrahima in einer psychischen Ausnahmesituation. Ein Angestellter der Geflüchtetenunterkunft in Mülheim an der Ruhr (NRW), wo er gelebt hat, hat die Polizei gerufen. Anstatt zu deeskalieren hat die Polizei gewaltvoll versucht, Ibrahima zu fixieren. Im Zuge des Polizeieinsatzes ist Ibrahima gestorben. Er wurde zweimal getasert, gefesselt und mindestens 10 Minuten in Bauchlage fixiert. Die offizielle Todesursache lautet Lagebedingter Erstickungstod in Kombination mit einem Herzinfarkt.
Im Juni 2026 hat ein Gerichtsprozess gegen die 9 Polizist*innen, die an dem Einsatz beteiligt waren, begonnen. Die Polizist*innen werden allerdings wegen Körperverletzung im Amt angeklagt, nicht wegen dem Tod von Ibrahima.
Die Familie Barry ist im Juni nach Deutschland gekommen, um sich als Nebenklage am Prozess zu beteiligen.
Justice for Ibrahima! Kein Vergeben. Kein Vergessen.
Kontakt: justice4ibrahima@proton.me